Du suchtest schon immer ein Forum, um Dich über "Smartphones & More" auszutauschen, Dich über Neuigkeiten im Hard- und Softwarebereich, oder über Smartphones allgemein zu informieren ?

Dann bist Du bei uns richtig:

Die PUG-Mannheim ist der Treffpunkt für alle User von "Smartphones & More", egal mit welchem Betriebssystem. Wir kümmern uns schwerpunktmäßig um die Systeme iOS, Android OS und Windows Phone, aber auch bei Bedarf um PalmOS, webOS, Windows Mobile, Blackberry und symbianOS. "PUG" steht als Abkürzung für "Palmusergroup" - unter diesem Namen wurde die heutige "PUG-Mannheim" 2002 gegründet. Da die Zeit des "Palm" schon lange Vergangenheit ist, nennen wir uns heute einfach nur "PUG", als Anlaufpunkt für eine Vielzahl mobiler Gadgets.

Viele User wissen gar nicht, welche tollen Funktionen in ihren Geräten stecken. Wir erläutern verständnisvoll mit Tipps und Tricks die große Welt des mobile Computings und zeigen welche zahlreichen kleine Helferlein in Form von Apps (Programmen) hierfür angeboten werden und wie diese den Alltag erleichtern.

Bei uns sind sowohl Profis als auch Anfänger gerne gesehen, die miteinander fachsimpeln und sicher sein können, hochaktuell über das Thema "Smartphones & More" informiert zu werden.

Die PUG-Mannheim trifft sich immer am dritten Mittwoch im Monat ab 18:00 Uhr (nächster Termin siehe unten im Laufband) im Restaurant-Café "Landolin", Speckweg 17, 68305 Mannheim-Waldhof.

Wir freuen uns über jeden neuen Teilnehmer. Sei dabei und mach' mit.

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Nächstes Treffen: Mittwoch, 20.06.2018 ab 18:00 Uhr im Restaurant-Café "Landolin", Speckweg 17, 68305 Mannheim-Waldhof

17.05.2018

210. Treffen der PUG-Mannheim am 16.05.2018

Zum 210. Treffen der PUG-Mannheim am 16.05.2018 versammelten sich 12 Smartphonefans im "Landolin" am Waldhöfer Taunusplatz, um sich wieder auf einen aktuellen Wissensstand zum Thema "Smartphones & More" zu bringen, aber auch um das eine oder andere "Problemchen" gelöst zu bekommen:

Da galt es zunächst den Inhalt von Marlieses in die Jahre gekommenen Smartphones auf ein neues Huawei Mate 10 Lite zu bringen. Thorsten unterstütze hierbei vorbildlich und am Ende war alles wieder da, inkl. Threema-Account und aller Chats. Auch bei Richard machte die Kalenderanzeige durch die Darstellung mehrerer Kalender ein Problem. Kein Problem für die Truppe der PUG-Mannheim, auch hier schnell und unkompliziert zu helfen.

Raphael überraschte uns mit einer Tasche voller Messe-Giveaways, bestehend aus USB-Sticks, Bluetooth-Kopfhörern, Schreibgeräten aller Art und jeder Menge anderer Werbeartikel, die allesamt schnell neue Besitzer fanden. Und auch Gunther überraschte uns wieder mit einem neuen Gadget, nämlich einer LG Smartwatch mit "Android Wear", die seine Samsung Gear S3 Classic ablöste. Und auch die Fitness hat Einzug gehalten bei der PUG-Mannheim, da ging es in einer interessanten Rund zwischen Jutta, Frank und David um jede Menge "Workarounds" und Clarissa schaffte es locker, während des Verzehrs eines genialen Walnussbechers einmal locker rund 350 Schritte auf den Zähler zu bringen. Auch das macht die PUG-Mannheim möglich ...

Es versprach schon von Beginn an ein spannendes Treffen zu werden, denn die Aktualität der Themen lässt im Moment alles andere als zu wünschen übrig:

Das Samsung Galaxy Note 8 war ein Thema. Dieses Smartphone ist mittlerweile einige Monate in Deutschland auf dem Markt erhältlich und seitdem deutlich im Preis gefallen. Wer mehr als nur Inhalte mit seinem Smartphone konsumieren, sondern auch etwas produktiver damit arbeiten möchte, für den wäre das Galaxy Note 8 aktuell zu einem attraktiven Preis eine gute Option. Samsungs Note-Smartphones sind eigentlich recht preisstabil. Beim Galaxy Note 8 war das anders. Die hohe unverbindliche Preisempfehlung von 999 Euro hat viele Interessenten abgeschreckt und auf den ersten größeren Preisverfall warten lassen. Mittlerweile ist das Produktiv-Smartphone mit dem großen Display und S Pen deutlich günstiger zu haben, sodass man jetzt über den Kauf nachdenken könnte. Der Preis von 999 Euro hat sich nur wenige Wochen gehalten. Schon im Oktober 2017 gab es einen deutlichen Abfall, der sich dann auch relativ robust weiterentwickelt hat. Mittlerweile sind wir bei einem Preis von etwas über 600 Euro angekommen – zumindest bei kleinen Händlern und EU-Modellen. Bei Saturn gibt es das deutsche Samsung Galaxy Note 8 aktuell für 666 Euro im Angebot. Händler wie Amazon sind mitgegangen oder unterbieten den Preis sogar. Doch was bekommt man für sein Geld? Im Grunde ein sehr gutes Smartphone. Der S Pen macht auf dem großen 6,3-Zoll-Display den Unterschied zu normalen Smartphones. Notizen erstellen, zeichnen oder das Gerät einfacher bedienen. Technisch ist das Note 8 immer noch gut aufgestellt. Es besitzt beispielsweise bereits eine Dual-Kamera. Etwas klein geraten ist der Akku. Dieser misst nach der Katastrophe mit dem Galaxy Note 7 sicherheitshalber nur noch 3.300 mAh. Der Preis des Samsung Galaxy Note 8 ist natürlich nicht grundlos gefallen. Die Vorstellung des Nachfolgers Galaxy Note 9 kündigt sich mit ersten Gerüchten bereits an, sodass die Händler die aktuelle Generation langsam aber sicher abverkaufen wollen. Zwar findet die Präsentation des Note 9 vermutlich erst im September statt, doch bis dahin sind es nur noch vier Monate. Die vergehen schneller als man denkt.

Samsung schickt nächstes Jahr sein Jubiläums-Smartphone Galaxy S10 ins Rennen. Dieses soll auf den Codenamen "Beyond" hören und moderne Features wie einen im Bildschirm verbauten Fingerabdrucksensor und eine 3D-Kamera an der Front haben.

Auch wenn das Galaxy S9 erst im vergangenen März erschienen ist, brodelt bereits fleißig die Gerüchteküche bezüglich der zehnten Iteration von Samsungs Oberklasse-Smartphone-Serie. Laut einem Bericht aus Südkorea soll das Galaxy S10 auf den Codenamen "Beyond" hören. Mit diesem Mobilgerät scheint Samsung also "darüber hinaus" gehen zu wollen, womit sicherlich die Features des Telefons gemeint sind. Für das Jubiläums-Smartphone könnten technische Highlights wie ein In-Display-Fingerabdrucksensor und eine 3D-Gesichtserkennung integriert werden. Letztgenanntes Feature sollte für eine effiziente Bildschirmsperre und einem Animoji-ähnlichen Konzept sorgen.

Mit dem englischen Wort "Beyond" werden Begebenheiten oder Objekte bezeichnet, die über gewohnte Standards hinausgehen. Laut dem südkoreanischen Nachrichtenmagazin the bell soll Samsung eben diesen Begriff als Codenamen für sein Galaxy S10 benutzten. Nachvollziehbar wäre die Bezeichnung, da der Hersteller mit dem zehnten Smartphone der populären S-Reihe sicherlich ähnliche Akzente setzen möchte, wie es Apple mit dem iPhone X vormachte. Im Sommer 2009 erschien ein Mobilgerät, das den schlichten Namen Galaxy trägt und den Beginn von Samsungs goldenem Zeitalter markierte. Ein Jahr später folgte dann das Galaxy S, das besonders durch seinen (für damalige Verhältnisse) hochauflösenden WVGA-Bildschirm und dem hauseigenen Hummingbird-Chipsatz für Aufmerksamkeit sorgte.  Am Äußeren wird sich laut diversen Brancheninsidern kaum etwas ändern. Das Infinity Display soll genauso wie die Displaygröße von 5,8 Zoll bleiben, lediglich die Anzeige des Plus-Modells könnte auf 6,3 Zoll anwachsen. Die größte Änderung am Bildschirm soll der verbaute Fingerabdrucksensor sein, eine große Herausforderung für Samsungs Ingenieure, die bislang nicht bewältigt werden konnte. Des Weiteren könnte eine 3D-Kamera an der Front des Galaxy S10 Einzug halten. Apple hat es vorgemacht: die zusätzlichen Sensoren des iPhone X tasten das Gesicht des Nutzers dreidimensional ab, was erheblich sicherer als die Entsperrung mittels 2D-Frontkamera ist. Außerdem würde ein solches Modul für Unterhaltungswert sorgen, da animierte Gesichter à la Animoji Erheiterung bei Konversationen bringt. Es dürften noch rund zehn Monate bis zur Vorstellung des Galaxy S10 vergehen, in dieser Zeit werden sich die Gerüchte um das Smartphone mehren.

Im weiteren Verlauf des Abends spielte auch die Smartphone-Mittelklasse eine große Rolle, denn mit dem Galaxy A6 und das Galaxy A6+ erweitert Samsung seine Mittelklasse. Aufgrund der geringen Preisdifferenz zwischen den Modellen wirkt die Standardausgabe aber etwas unnötig.

Bereits im Vorfeld sickerten Informationen nebst Bildmaterial zu den Mittelklasse-Smartphones Samsung Galaxy A6 und Galaxy A6+ durch, nun wurden beide Mobilgeräte offiziell für Deutschland angekündigt. Für die neuen Telefone sollen ein hochwertiges Metallgehäuse, das bewährte Infinity Display und im Falle des Plus-Modells eine Dual-Kamera sprechen. Wer bis zum 23. Mai eine Bestellung wagt, erhält vom Hersteller zudem eine 128 GB umfassende microSD-Speicherkarte gratis dazu. Das Galaxy A6 wird ab dem 14. Mai erhältlich sein und mit 309  Euro zu Buche schlagen, das Galaxy A6+ erscheint am 28. Mai zu einem Kostenpunkt von 369 Euro. Im Vorfeld wurde viel über die neue Samsung-Mittelklasse berichtet, an der ernüchternden Ausstattung des Standardmodells A6 hat sich freilich mit der offiziellen Vorstellung nichts geändert. Zwar ähnelt die Optik des Smartphones mit seinem im 18,5:9-Format gehaltenen Infinity Display (5,6 Zoll) dem Galaxy S9, aber neben der Bildschirmwölbung fehlt auch eine ausreichende Schärfe. Mit 1480 mal 720 Pixeln und somit 294 ppi wird hier Einsteigerkost geboten. Passend dazu stellt der Chipsatz Exynos 7870 Octa auch keine Leistungsrekorde auf. Zwar dürfte der mit bis zu 1,6 GHz taktende Prozessor die meisten Aufgaben noch bewältigen können, doch die schwache GPU Mali-T830 MP1 wird zum Flaschenhals bei grafisch fordernden Apps. Die beiden 16-Megapixel-Kameras an Vorder- und Rückseite mit Blende f/1.9 beziehungsweise f/1.7, der 3000 mAh umfassende Akku und das Cat.-6-fähige LTE-Modem (maximal 300 MBit/s) sind hingegen ordentlich dimensioniert. Mit dem Galaxy A6+ schlägt Samsung langsam den richtigen Weg in der Mittelklasse ein. Obwohl das Smartphone lediglich 60 Euro teurer als sein kleiner Bruder ist, gibt es ein deutlich besseres Hardware-Paket. Ein 6 Zoll messendes FHD+-Display mit 2220 mal 1080 Bildpunkten sorgt für knackige 411 ppi und mit dem Chipsatz Snapdragon 450 gibt es zudem etwas mehr Performance. Auch bei den Kameras hat sich viel getan, das Galaxy A6+ wartet mit einem 16 Megapixel auflösenden Weitwinkel-Objektiv (Blende f/1.7) und einer 5 Megapixel auflösenden Tele-Einheit (Blende f/1.9) auf. Für Selfies stehen hingegen 24 Megapixel (Blende f/1.9) zur Verfügung. Des Weiteren hat Samsung den Akku der Plus-Ausgabe aufgewertet, es kommt eine 3500 mAh starke Batterie zum Einsatz. Beide Mobilgeräte sind übrigens mit Dual-SIM und Android 8.0 Oreo ausgestattet. Es klingt jetzt hart, aber dem Galaxy A6 fehlt jegliche Daseinsberechtigung. Für den geringen Aufpreis erhalten die Käufer der Plus-Variante deutlich mehr fürs Geld. Doch auch wenn sich Samsung mit dem Galaxy A6+ allmählich an die Mittelklasse-Qualität mancher Konkurrenten herangepirscht hat, gibt es deutlich attraktivere Alternativen. Etwa das Huawei P20 Lite oder das Nokia 7 Plus.

Und noch einmal, wie beim letzten Treffen auch schon, war die unerwartete und u.E. überflüssige Markt-Entfernung der Navigon-Reihe von Garmin ein Thema, mittlerweile sind alle Details bekannt:

Über 25 Jahre sorgte NAVIGON für Bewegung im Bereich Navigation und verhalf so vielen Menschen zu mehr Orientierung und weniger Stress im Alltag oder auf Reisen. Aus strategischen Gründen hat Garmin nun beschlossen, alle Navigations-Apps ab dem 14. Mai 2018 mit wenigen Ausnahmen vom Markt zu nehmen. Als NAVIGON Kunde kann man App oder das Navigationsgerät aber weiterhin in gewohntem Umfang verwenden. Als Grund für den Rückzug nennt Garmin die steigende Anzahl von kostenlosen Navigations-Apps, die den Markt in den letzten Jahren verändert haben. Auch Google Maps wird immer mehr als Navigations-Dienst benutzt. Navigon will sich in Zukunft anderen Bereichen widmen und zum Beispiel OEM-Lösungen entwickeln. Die Mitarbeiter, die bisher an den Apps gearbeitet haben, sollen in diese Themenbereiche wechseln.

Navigon beantwortet die wichtigsten Fragen wie folgt:

Welche Apps sind betroffen?

Betroffen sind alle Garmin Navigations-Apps, so auch NAVIGON, NAVIGON Regions, NAVIGON Cruiser und ab dem 1. Juni auch NAVIGON select Telekom Edition. Die einzige Ausnahme bilden Garmin HUD EU/NA: Garmin HUD Plus oder BMW HUS Kunden können die Garmin HUD App weiterhin kostenlos herunterladen und erweitern.

Was passiert mit meiner gekauften App, meinen In-Apps und Abos?

Man kann die gekaufte App nach wie vor mindestens zwei Jahre im gewohnten Umfang verwenden. Alle bereits gekauften In-Apps stehen weiterhin zur Verfügung.

Haben man ein 1-Monats- oder 1-Jahres-Abo abgeschlossen, so funktioniert die App weiterhin wie gewohnt in diesem Zeitraum. Hat man das "Unbegrenzte Navigation"-Paket gekauft, kann man die App ebenfalls noch mindestens zwei Jahre verwenden.

Zu beachten ist, dass nach dem 14. Mai (bzw. 1. Juni für NAVIGON select) kein In-App-Kauf oder Abo-Abschluss mehr möglich ist.

Laufen meine Abos automatisch aus?

Für iPhone: JA! Man muss zur Kündigung Ihrer Abos nicht selbst tätig werden.
Für Android-Smartphones: NEIN! Man muss sein Abo selbstständig kündigen, da es sonst automatisch verlängert wird. Als Entwickler hat Garmin auf die Abo-Verwaltung der User keinen Einfluss.

Was mache ich, wenn ich ein Problem mit meiner App habe?

Das Garmin-Support-Team wird Euch weiterhin gerne unterstützen.

Was passiert mit meiner App, wenn ich mein Handy wechseln oder zurücksetzen möchte?

Hat man NAVIGON einmal heruntergeladen, wird es Ihnen weiterhin möglich sein, die App wiederherzustellen – inklusive aller In-Apps / Abos, die man gekauft hat. Achtung Ausnahme: Sollte man das Betriebssystem wechseln – zwischen Android, iPhone oder Windows Phone – wird wie bisher keine Wiederherstellung der App möglich sein! Die App kann weiterhin nur auf dem Betriebssystem verwendet werden, auf dem sie gekauft wurde.

Bekomme ich noch Karten-Updates?

Wenn man FreshMaps gekauft hat oder eine Abo-Version nutzt, erhält man im Rahmen seiner Laufzeit weiterhin Karten-Updates. Bitte beachten, dass nach dem 15. Mai (bzw. 1. Juni für NAVIGON select) kein FreshMaps-Kauf mehr möglich ist.

Fazit:
Eigentlich schade, dass m.E. die beste Navigations-App vom Markt genommen wird. Schade auch, dass Garmin nun seine Kunden, die teilweise viel Geld für die Navis und Apps bezahlt haben, jetzt einfach im Regen stehen lässt. Aber wie sagt man so schön: Andere Mütter haben auch schöne Töchter – und so haben wir bereits beim letzten Treffen unserer Favoriten ausgedeutet: "Google Maps" und "Here We Go" werden sich wohl die "Navigon-Hinterblieben" aufteilen.

Ein tolles Treffen in toller Atmosphäre fand kurz vor 22 Uhr sein Ende. Fortsetzung folgt – und zwar am 20.06.2018.

Bis dahin …

Viele Grüße,

Peter Bartsch
PUG-Mannheim - Smartphones & More

07.05.2018

Smartwatch-Betriebssysteme: TIZEN vs. Android Wear OS


Von Gunther Geissler

Heute möchte ich versuchen, meine Eindrücke zu den beiden Wearables Betriebssysteme zu Papier, oder besser gesagt, auf den Bildschirm zu bringen:

Wear OS nutze ich nun 2 Monate, die erste Woche nutzte ich noch die Vorgänger Version der aktuellen Wear OS 2.0. Kennt man nur TIZEN, muss man sich erst Mal umstellen und sich zurechtfinden. Was mir am Anfang sehr gefehlt hat, waren die Widgets, die mit einem Klick die Schritte, das Wetter oder den Puls angezeigt haben. Auch die Bedienung über die drehbare Lünette zur App Auswahl oder zum Navigieren in den Menüs habe ich vermisst.

Doch kommen wir erstmal bei Wear OS an. Die Bedienung geht hier andere Wege. 

Wischgesten dominieren die Bedienung entweder horizontal oder vertikal. Mit einem Wisch nach rechts löscht man Benachrichtigungen oder beendet eine App oder man kommt zurück zum vorherigen Screen. Einstellungenmenüs sind oft mit Buttons realisiert. Insgesamt alles sehr intuitiv und logisch. Die Apps sind in einer Liste zum scrollen organisiert. Wear OS ist ziemlich App lästig es gibt für alles eine App, will ich z.B. Threema Benachrichtigungen, muss ich zuerst Threema aufspielen, aber dafür kann ich mit Textbausteinen auch antworten.  Umgekehrt muss ich, wenn ich eine App auf der Uhr nutzen möchte das Gegenstück auf dem Smartphone installieren.

Zu den Wischgesten kommt als mächtiges Werkzeug die Sprachbedienung, die aber nur funktioniert, wenn man online ist, ohne Datenverbindung kein Sprachassistent. Aber der funktioniert richtig gut und erleichtert das Leben, natürlich erst wenn man ihn per Tastendruck aktiviert

Die Apps werden direkt über die Uhr im App Store geladen, hier hat sich in den letzten vier Wochen so einiges verändert, neue Strukturen sowie richtige Vorab-Informationen vor Kauf oder Download. Hier geht der Punkt eindeutig an Wear OS denn hier gibt’s eine sehr reichhaltige Auswahl.

Im Moment tut sich bei Wear OS richtig viel und ich bin gespannt wo die Reise hingeht, denn der Markt bei Wear OS ist sehr durchmischt; es gibt Smartwatches die von Elektronikfirmen  kommen, das Luxus Segment, das von klassischen Uhrenherstellern bedient wird und es gibt die Modelabels, die alle auf einem Grundkonzept aufgebaut sind und sich nur von Außen unterscheiden.

Grundsätzlich stellt bei Wear OS Google die Weichen in Soft- und Hardwareentwicklung. Leider ist zu bemerken, dass sich immer mehr Techfirmen von Wear OS zurückziehen oder das innovative Modelle wie z.B. die LG Watch Sport nicht auf den hiesigen Markt kommen.

Doch nun zu TIZEN der Plattform von Samsung für Wearables. Alleinstellungsmerkmal ist die drehbare Lünette,  die das zentrale Bedienelement darstellt und durch Toucheingaben und Wischgesten ergänzt wird. Wie eingangs erwähnt navigiert man durch die einzelnen Apps und auch in den Menüs mit der Lünette. Zentraler Bestandteil von TIZEN sind die wirklich praktischen Widgets die schnell mal einen Überblick geben ohne erst eine App zu bemühen.

Doch hier liegt genau ein Knackpunkt, die App Auswahl ist wesentlich eingeschränkter als bei Wear OS. Auch die Anbindung des samsungeigenen Appstores ist in Verbindung mit einem Smartphone, das nicht von Samsung stammt, ein ziemlicher "Verhau". 

Unübersichtlichkeit und wenig Auswahl an Apps, dafür Tonnen von Watchfaces. Hat man aber endlich die gewünschte App gefunden kann man die nicht mal direkt kaufen, weil die Zahlung mit Paypal nur mit einem Samsung Smartphone möglich ist, auch wenn schon ein aktiver Account bestand. In Verbindung mit einem Samsung Smartphone sieht die Welt im App Store viel besser aus, alles ist aufeinander abgestimmt und dank einer anderen Struktur ist die Suche wesentlich effizienter. Auch ist die Zusammenarbeit der beiden Geräte auf einander abgestimmt und wirkt runder.

Fazit
Beide Systeme haben Vor und Nachteile für welches Ökosystem man sich jetzt entscheidet das muss jeder für sich selbst wissen und hängt natürlich von der Smartwatch ab die man favorisiert. Mein Weg geht erstmal Richtung Wear OS, das könnte sich aber mit einer attraktiven Smartwatch mit TIZEN auch wieder ändern.

Viele Grüße,

Gunther Geissler
PUG-Mannheim – Smartphones & More